MUSIK UND TECHNIK

 

Gertrud Meyer-Denkmann
Volker Staub
Jenseits 440 Hertz. Texte zum experimentellen Instrumentenbau
Die Entwicklung der Musik findet seit jeher in einer Wechselwirkung zur Entwicklung der Musikinstrumente statt. Daher sollte eine ernsthafte Beschäftigung mit der zeitgenössischen Musik auch Forschungen über neuste Strömungen im Instrumentenbau mit einbeziehen. Der Komponist Volker Staub, der selbst seit über 20 Jahren neue Instrumente herstellt und in eigenen Kompositionen verwendet, ist einer der größten Kenner der Szene.
Mit Jenseits 440 Hertz legt er die erste deutschsprachige Publikation vor, die sich dem weitgefächerten Thema des zeitgenössischen Instrumentenbaus widmet. Sie stellt das eindrucksvolle Ergebnis 12-jähriger Recherchen und Forschungen dar und behandelt insbesondere die vielfältigen Aktivitäten jenseits des kommerziellen Marktes vorwiegend elektronischer Klangerzeuger.
Die Protagonisten des Buches sind Musiker, Komponisten, bildende Künstler aber auch Architekten und Wissenschaftler, die im Grenzbereich von Kunst und Handwerk tätig sind. Ihre unterschiedlichsten Erfindungen durchmessen das ganze Spekrum der heutigen Instrumentalkultur von einfachen aber perfekt hergestellten Idiophonen aus Ton oder Bambus über elektroakustische Klangerzeuger bis hin zu hoch komplizierten computergesteuerten Klanginstallationen.
Staub hat die Texte seines Buches in besonderer Weise komponiert. Er lässt in längeren Zitaten immer wieder die Instrumentenbauer selbst zu Wort kommen und verbindet deren mitunter nahezu intimen Gedanken zu Kunst und Musik mit präziser wissenschaftlicher Analyse und geistreicher Analogiebildung. Die Texte werden durch zahlreiche Abbildungen und eine CD mit Musikbeispielen ergänzt.
Das Buch ist eine Bereicherung für die heutige Musikforschung und gleichzeitig eine inspirierende Lektüre für Musikpädagogen und den an neuer Musik und Kunst interessierten Leser.
ca. 240 S., Abb., CD mit Klangbeisp.,
Pb., € 29.–, 978-3-936000-31-3
Erscheinungstermin offen