Jaronas Scheurer

Unaufführbare Musik

Instrument und Partitur als Akteur:innen

Wann wird Musik unaufführbar?

Musik existiert erst im Moment ihrer Aufführung – und doch gibt es Kompositionen, die genau diese Aufführung an ihre Grenzen oder sogar darüber hinaus treiben. Jaronas Scheurer widmet sich in seiner wegweisenden Studie einem bislang kaum erforschten Phänomen: der unaufführbaren Musik.

Ausgehend von Werken Johann Sebastian Bachs, Iannis Xenakis’, Klaus K. Hüblers, Hanne Darbovens, Charles-Valentin Alkans und weiterer Komponist zeigt Scheurer, dass Unaufführbarkeit weit mehr bedeutet als bloße technische Unspielbarkeit. Sie entsteht dort, wo Partituren, Instrumente, Aufführungspraxis und historische Bedingungen in ein spannungsreiches Verhältnis treten und neue Fragen nach dem Wesen musikalischer Werke aufwerfen.

Im Zentrum steht ein ebenso origineller wie überzeugender Perspektivwechsel: Instrumente und Partituren erscheinen nicht länger als passive Werkzeuge, sondern als eigenständige Akteure, die musikalische Möglichkeiten eröffnen, begrenzen oder sogar verhindern. Auf dieser Grundlage entwickelt Scheurer eine neue Methodik der Musikanalyse, die Musikgeschichte, Aufführungspraxis, Medien- und Wissenschaftsgeschichte sowie philosophische Überlegungen miteinander verbindet.

Unaufführbare Musik richtet sich an Musikwissenschaftler, Interpret und Komponist ebenso wie an alle, die sich für die Grenzbereiche musikalischen Denkens interessieren. Die Studie eröffnet einen faszinierenden Blick auf Virtuosität, Notation und Materialität – und zeigt, dass gerade dort, wo Musik scheinbar scheitert, ihre produktivsten Fragen entstehen.

Der Band erscheint am 30. November und kann jetzt bereits vorbestellt werden!

Print: 368 S., Abb. und Notenbeispiele, Pb., 39,– €, 978-3-95593-588-7
Sprache: Deutsch

Gewicht: 0,45 kg

39,00 

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