Eloain Lovis Hübner – Die Welt strukturieren queeren [?]

Über kompositorisches Denken in mehr-als-musikalischen Kontexten

Der Essay begreift kompositorisches Denken als eine Praxis des Öffnens, Queerens und Umordnens von Welt – jenseits klassischer Vorstellungen von Autorschaft und Kontrolle. Partituren erscheinen dabei als Einladungen zu Kooperation, Ambivalenz und neuen Formen des Zusammenwirkens. So wird Komposition zu einer transdisziplinären Strategie, die normative Ordnungen hinterfragt und kollektive Prozesse ins Zentrum rückt.

Im Folgenden einige persönliche Worte von Eloain Lovis Hübner zu ihrem Buch: 

„Der Text basiert auf einer Lecture, die ich 2025 am Campus Gegenwart in Stuttgart gehalten habe, und ist davon ausgehend zu einer experimentellen Essayform geworden, bei der ich mir – inspiriert von den vielstimmigen Ansätzen etwa bei McKenzie Wark oder bei Paul Preciado – Stimmen dazuhole, Stimmen leihe, von Denker:innen und Künstler:innen, die für mich eine Wichtigkeit haben und die ich hier verschiedene Stationen aus meinem Leben flankieren lasse. Aufbauend auf diesen Episoden spüre ich einem Begriff oder einer Vorstellung vom kompositorischen Denken nach – spüre nach, wie ich diesen Begriff über die Jahre für mich verortet und geformt habe, was das Theater damit zu tun hat und welche Überschneidungs- und Anknüpfungspunkte er sonst noch in die Welt hinein bietet. Ich mache mir auch Gedanken über Ausbildungswege und -konzepte und möchte mit diesem Text außerdem eine Antwort versuchen auf die Frage, wo und wie und warum Kunst und Leben im Feld der Neuen Musik  denn nun eigentlich wirklich zusammenfallen und wo genau die Wichtigkeit eines Immer-weiter-Erfindens von immer neuer Musik für das Leben in der Gegenwart liegt.”

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